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Theologie des vollen Evangeliums
Was ist die Theologie des vollen Evangeliums?
Das volle Evangelium ist kein neues Evangelium. Es ist auch keine neue Theologie. Es ist die Gute Nachricht Gottes, die in Gottes Plan bereits vor Entstehung der Welt existierte, und die ewig bestehen wird. Die Gute Nachricht wurde erst sichtbar, nachdem Christus fur uns starb und wieder auferstand. Der Heilige Geist ist heute unter uns und tut die Werke, die Jesus Christus getan hat. Das ist die Gute Nachricht und das volle Evangelium.
Die Grundlage des vollen Evangeliums ist das funffache Evangelium. Das funffache Evangelium meint das Evangelium der Wiedergeburt, das Evangelium der Erfullung mit dem Heiligen Geist, das Evangelium der Heilung, das Evangelium des Segens und das Evangelium der Wiederkunft unseres Herrn. Das sind die wichtigsten Themen der Bibel. Sie beinhalten den Anfang, den Werdegang und das Ende unseres Glaubens. Und letztendlich sind es auch die wichtigsten Themen, die unser ganzes Glaubensleben bestimmen.

Die Basis der funffachen Guten Nachricht ist das Evangelium der Wiedergeburt. Die Wiedergeburt ist Voraussetzung fur die Errettung. (Joh 3,3) Daraus kann man die Schlussfolgerung ziehen, dass Wiedergeburt Errettung bedeutet.
Um dies zu verstehen, muss man wissen, was der Mensch ist.
1. Die Notwendigkeit der Errettung
1.1. Der Mensch, der von Gott geschaffen wurde
Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase (1 Mo 2,7). So ward der Mensch ein geistiges Wesen. Dieses entstand aus Geist, Seele und Leib, (1 Thess 5,23) welche untereinander unterschiedliche Funktionen ausubten. Der Geist sollte uber das Bewusstsein durch das Wort Gottes regieren, und die Seele uber den Leib, d.h. die Welt der Lust. Gott schuf die Menschen zu seiner Ehre (Jes 43,7). Gott schenkte dem ersten Menschen Adam eine vollkommene Welt. Als einziges Geschopf durfte der Mensch Gott vertrauen, ihm danken und ihn preisen.
1.2. Die Verfuhrung des Teufels und der Abfall des Menschen
Zur Ehre Gottes und zum Gluck des Menschen gebot Gott, der Herr, dem Menschen, dass er von dem Baum der Erkenntniss des Guten und Bosen nicht essen sollte. (1 Mo 2,17) Das Gebot enthielt bedingungslose Anbetung, Glauben, Gehorsamkeit und Hingabe an Gott.
Der Mensch ist nur glucklich, wenn er Gottes Gebot halt und Wille lebt. Aber der Mensch vertraute dem Teufel mehr als Gott, als er durch die Schlange versucht wurde. So begann Eva der Gute, Freundlichkeit (Ps 119,68), Wahrhaftigkeit (Ps 33,4) und Gerechtigkeit (5 Mo 32,4) Gottes zu mi©¬trauen. Der Gehorsam Gott gegenuber verschwand in ihrem Herzen, und es blieben nur Ungehorsam und Misstrauen zuruck. Sie sah dann den Baum der Erkenntnis und verfiel in Begierde, die Fruchte von diesem Baum zu essen. Sie ass die Fruchte und gab davon dem Adam. Dadurch wurde die Beziehung zwischen Gott und Mensch, den Menschen untereinander und zwischen Mensch und Natur zerstort. Die Menschheit litt unter den Folgeerscheinungen des Abfalls von Adam un Eva. In Romer 3,9 steht, dass alle Menschen unter der Sunde sind, und sich niemand auf der Welt selbst von der Sunde und der Macht des Teufels befreien kann. Es ist aussichtlos.
1.3. Das Urteil Gottes
Gott verurteilte die Schlange, das Weib und Adam. (1 Mo 3,13-19) Ausserdem wurde der Acker verflucht, weil Adam Herrscher uber den Acker war. Um seinetwillen sollte der Acker von da an Dornen und Disteln tragen. (1 Mo 3,18) Gottes Urteil uber den Sundenfall von Adam und Eva, den Vorfahren der Menschheit, galt nicht nur ihnen, sondern wurde auf deren Nachkommen vererbt. So sind alle Menschen ohne Ausnahme unter der Sunde. Der Geist der Menschen starb wie Adams Geist, und die Menschen mussen hart arbeiten, wie Adam im Schweisse seines Angesichtes sein Brot ass. Das Resultat des Sundenfalls ist das Leid von Krankheit und Bedrangnis fur die Menschheit. Ebenso wurde die Natur verflucht.
2. Der Weg zur Wiedergeburt
Um sich aus der Macht des Teufels und dem Urteil der Sunde zu befreien, braucht der Mensch Errettung. Durch die Sunde des Einen ist die Verdammnis uber alle Menschen gekommen (Rom 5,18), so da©¬ allesamt Sunder sind und des Ruhmes ermangeln, den sie bei Gott haben sollten. (Rom 3,23) Deshalb braucht ein Mensch die Errettung. Er kann sich aber nicht selbst retten. Gott offenbarte die Errettung der Menschen durch sein Wort und vollbrachte sie.
2.1. Die Offenbarung der Errettung
In der Bibel steht, dass Gott bereits nach dem Sundenfall von Adam und Eva die Errettung angekundigt hat.
"Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinen Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen." (1 Mo 3,15)
"Ihrem Nachkommen" aus dem Wort bezieht sich auf Jesus Christus. Damit kundigte Gott an, dass die Errettung nur durch Jesus moglich ist. Gott deutete auch an, dass er Menschen durch Abraham segnen wollte. (1 Mo 12,1-3) Der Segen Gottes, der zu vielen Volkern durch Abraham gelangen wird, ist der Segen, in dem man durch Glauben gerechtfertigt wird. Es ist die Gute Nachticht der Errettung. (Rom 4,18-22) Abraham ist der Vater aller Glaubigen (Rom 4,11) und der Ursprung des Segens Gottes. Gott kundigte seine Rettung, die er durch Adam, Eva und Abraham zugesagt hatte, abermals durch Propheten an.
"Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebaren, den wird sie nennen Immanuel." (Jes 7,14)
"Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf dem wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Starke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn." (Jes 11,1-2)
"Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und unsrer Sunde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hatten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. " (Jes 53,5)
2.2. Das Kreus Jesu Christi
Wie es im Wort verheissen wurde, gab Jesus seinen Leib als lebendige Opfergabe fur die Menschheit hin. Sein Fleisch wurde zerrissen und wurde lebendiges Brot, von welchem die Menschen, die davon essen, in Ewigkeit leben werden (Joh. 6,51). Jesus vergoss sein Blut fur viele zur Vergebung der Sunden. (Mt 26,28) Alle seine Werke vollbrachte er am Kreuz (Joh 3,13-15). Er wurde durch die Auferstehung von den Toten als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt. (Rom. 1,4) Durch die Auferstehung Jesu von den Toten erfahren alle Glaubigen eine Wiedergeburt. (1 Petr. 1,3) Als Jesus am Kreuz starb, wurde der Vorhang, der wegen der Sunde zwischen Gott und den Menschen hing, im Tempel zerrissen. So konnen wir durch sein Blut vor Gott treten.
Die Errettung durch Jesu Leiden und Tod am Kreuz beinhalten vier wichtige Bedeutungen:
1. Sein Leiden und Tod am Kreuz zeigt uns, was die Konsequenz der Sunde ist. (Jes 53,5)
2. Gott erwies, wie gross seine Liebe zu den Menschen ist. (Rom 5,8)
3. Es zeigt uns den Wert eines Menschen. (Mt.16,26)
4. Es zeigt uns die Auswirkung der Sundenvergebung. (Jes 53,6)
Das Kreuz Jesu Christi ist das ewige Heil fur die Menschen, die ihm gehorsam sind. (Hebr. 5,8-9)
Die heilsame Gnade Gottes ist allen Menschen erschienen. (Tit 2,11) Alle, die an Jesus glauben, werden nicht verloren werden. (Joh 3,16) Das ist das Evangelium der Wiedergeburt. Wenn jemand diesem Evangelium Gottes glaubt, wird er mit dem Heiligen Geist, der verheissen ist, versiegelt. (Eph 1,13)
3. Das Erlangen der Rettung
3.1. Die Bedingungen fur die Rettung
Was bedeutet es, dass man das Evangelium annimmt? Was soll man dafur tun? Es bedeutet, dass man Busse tut und an Gott glaubt. Das geschieht gleichzeitig. Busse und Glaube sind ein und dasselbe. In der Apostelgeschichte 11, 18 steht, dass Gott den Menschen, die ihn ehren, Busse schenkt, die zum Leben fuhrt. Der Heilige Geist hilft uns, Jesus als Erretter anzunehmen. (Mk 9,24)
Die erste Voraussetzung fur die Errettung ist vollkommene Busse. Als erstes predigte Johannes der Taufer in der Wuste: Tut Busse, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! (Mt 3,2) Jesus predigte ebenfalls zu den Israeliten und sprach zuerst: Die Zeit ist erfullt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Busse und glaubt an das Evangelium! (Mk 1,15) Nach dem Pfingstwunder sprach Petrus: Tut Busse und ein jeglicher lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sunden. (Apg 2,38:3,19)
Ausserdem bezeugen uns viele Stellen der Bibel, dass Gott uns vergibt, wenn wir unsere Sunden bekennen und uns zu ihm bekehren. (Apg 11,18: 2 Kor 7,10: 2 Tim 2,25) Aber letztendlich ist es der Herr, der unsere Herzen offnet und uns zur Busse fuhrt. Das ist wiederum die Gute Gottes, die und durch den Heiligen Geist mit Sanftmut zur Busse leitet. (Rom 2,4: 2 Tim 2,25)
Die zweite Voraussetzung fur die Errettung ist der Glaube. Als Paulus im Gefangnis war, sagte er zum Kerkermeister: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig! (Apg 16,31) Im Brief von Paulus, den er an die Glaubigen in Rom schrieb, stand folgendes: Denn so du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr sei und glaubst in deinem Herzem, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. (Rom 10,9)
Den Glauben an Gott schenkt uns Gott erst, wenn man an Gottes Wort glaubt, was Gott uns verspricht. So muss man Glauben, der uns zur Rettung fuhrt, als Gute Gottes empfangen. Jesus sagte, dass niemand zu ihm kommen kann, es sei denn Gott zieht ihn zu Jesus. (Joh 6,44) In Hebraer 12,2 steht, dass man auf Jesus, den Anfanger und Vollender des Glauben, aufsehen soll. Der Glaube an Gott, der uns zur Rettung fuhrt, ist die kostenlose Gute und das Geschenk Gottes.
3.2. Weise der Wiedergeburt
Um gerettet zu werden, mussen wir Gott im Glauben mit Busse antworten. Aber der Glaube, dass Jesu Christi der Retter ist, ist nur durch das Wirken des Heiligen Geistes moglich. (1 Kor 12,3) Darum muss der Heilige Geist erst auf uns kommen und unser Herz ergreifen. Dann konnen wir aus Geist geboren und gerettet werden (Joh 3,5-7). Der heilige Geist kommt und offnet uns die Augen fur die Sunde, fur die Gerechtigkeit und fur das Gericht. Danach gelangen wir erst zu der Erkenntniss, dass wir durch Jesus gerecht gemacht sind, und dies nicht durch unser Tun. Wir erkennen, das der Furst dieser Welt hingegen schon gerichtet ist (Joh 16,8-11). Diese Wahrheit fuhrt uns zur Busse. Wir bekennen uns zu Jesus und nehmen ihn als unseren Retter an. Deshalb ist es ohne den Heiligen Geist nicht moglich, das Evangelium der Rettung zu verstehen und gerettet zu werden.
Wenn wir in Sunde leben, bedeutet das, in der Knechtschaft vom Furst dieser Welt gefangen zu sein. Wir werden aber in dem Moment von der Knechtschaft frei, in dem wir glauben, dass Jesus fur uns gestorben und von den Toten auferstanden ist. Das Geschehen hat zur Folge, dass wir nicht mehr unter der Macht des Teufels sind, sondern als Kinder Gottes neugeboren sind. Dies nennt die Bibel Wiedergeburt. Der Heilige Geist wohnt von da an in uns als Herr, und durch ihn rufen wir zu Gott: Abba, lieber Vater! (Rom 8,9,15,16 : Gal 4,6)
4. Folge der Wiedergeburt
Was ist die Folge, wenn jemand seine Sunden bekennt, Busse tut und Jesus als Retter annimmt?
1. Der Geist dessen, der Jesus von dem Toten erweckt hat, wohnt in ihm (Rom 8,11) und erfullt sein Herz mit Friede und Freude. Der Hass verwandelt sich in Liebe, die Hoffnungslosigkeit in Hoffnung und der Tod in Leben. In der Mitte seines Lebens steht Jesus, und er bekennt, dass er lebt. Es ist aber doch nicht er selbst, sondern Jesus, der in ihm lebt. (Gal 2,20)
2. Er lehnt die Sunde ab, wie es im 1 Kor 15,55 steht: Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Holle, wo ist dein Sieg? Die Gewi©¬heit ist begrundet auf der Wahrheit, dass es keine Verdammnis fur die gibt, die in Christus Jesus sind. (Rom 8,1-2) Er braucht nicht mehr als Knecht des Teufels zu leben.
3. Er ist ein Kind Gottes. Bevor er an Gott glaubte, war er ein Kind des Zorns, von Natur. Er lebte nach der Lust seines Fleisches und tat den Willen seines Fleisches. Aber Gott ist reich an Barmherzlichkeit und hat ihm seine grosse Liebe erwiesen, indem Gott ihn, der in seiner Sunde tot war, samt Christus lebendig gemacht hat. Gott gab ihm Macht, sein Kind zu werden, weil er an seinen Namen glaubt. (Joh 1,12)
4. Er hat den Segen Gottes. Paulus schrieb folgendes an die Gemeinde in Korinth: Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! (2 Kor 5,17) Der Segen fur die neue Kreatur besteht darin, dass es ihr in allen Bereichen wohl ergeht. Sie ist gesund , sowie es ihrer Seele wohl ergeht (3 Joh 1,2). Ausserdem hat sie das Leben und volle Genuge. (Joh 10,10)
Jeder, der sich zu Gott bekennt, hat Gottes dreifachen Segen.
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